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Presse

01.12.2009

Europa wird bürgernäher: Kommunen freuen sich über Lissabon-Vertrag

Europäischer Reformvertrag stärkt die Gemeinden


"Mit dem Vertrag von Lissabon wird Europa bürgernäher. Er sichert den Gemeinden erstmals verbindliche Rechte in der EU", sagte Bürgermeister Michael Koch (Malente), Landesvorsitzender des Gemeindetages, heute anläßlich des Inkrafttretens des Vertrages von Lissabon.

"Der Vertrag von Lissabon stärkt die kommunale Ebene in der EU. Wir hoffen: wenn es weniger Bürokratie und Gängelung der Gemeinden durch Brüsseler Vorgaben gibt, stärkt dies auch das Vertrauen der Bürger in Europa", so Jörg Bülow, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des SHGT und nannte die entscheidenden Regelungen:

1. die erstmalige und ausdrückliche Achtung des Rechts der
    kommunalen Selbstverwaltung durch die EU,

2. die Einbeziehung der Kommunen in die Subsidiaritätsprüfung und eine 
    Stärkung des Subsidiaritätsprinzips,

3. den Ausbau der Konsultationsrechte der Kommunen,

4. ein eigenes Klagerecht für den Ausschuss der Regionen (AdR) 
    vor  dem Europäischen Gerichtshof bei Verletzung des 
    Subsidiaritäts- und Verhältnismäßigkeitsprinzips,

5. die Einführung von Folgenabschätzungsverfahren, vor allem mit Blick 
    auf die administrativen und finanziellen Folgen der EU-Gesetzgebung 
    auf die kommunale Ebene,

6. die Betonung des Rechts der Kommunen zur eigenverantwortlichen 
    Erbringung von Daseinsvorsorgeleistungen in einem Protokoll zum
    Lissabonner Vertrag.